Quintone

Quintone in der Stimmung c-g-d-a-e entstanden nach 1730 vor allem in Frankreich und Deutschland. Allerdings wurden sie zunächst auch als dessus de viole, viola pomposa, violetta oder violino pomposo bezeichnet.

M.Woldemar gab dem von ihm um 1800 in Frankreich gebauten Fünfsaiter den Namen violon alto. Es erlaubte die bequemere Wiedergabe der solistischen Violaliteratur jener Zeit.
Ohne Lagenspiel auszukommen versuchte einige Jahrzehnte zuvor N. Chappuy (Mirecourt 1740) mit seinem Quinton in der Stimmung g-d-a-d-g. Form und Korpuslänge entsprachen im Wesentlichen der Geige.

Um dem heutigen Wunsch nach Klangvolumen und Tragfähigkeit nachzukommen, habe ich eine Korpusform entworfen, die ausreichend Korpusvolumen mit der nötigen Bogenfreiheit vereint.  Quintone in Geigenmensur baue ich in den Korpuslängen: 355 , 360, 365 und 370 mm. Während erstere eher die Brillanz der Geige in sich tragen, haben letztere eine stärkere Tendenz zum Bratschenklang.
Die Bratschenmodelle gibt es in den Korpuslängen 390 und 410 mm.

Die Decke aus abgelagertem Fichtenholz der Nord- und Südalpen bearbeite ich grundsätzlich in zwei Arten:

  • aus dem Vollen geschnitzte Wölbung (wie allgemein üblich im klassisch-modernen Geigenbau)
  • unter mäßigem Wasserdampf gebogene Wölbung (frühbarocke Bauweise) , wodurch die für die Stabilität wichtigen Längszellen (Tracheen) über die ganze Deckenlänge erhalten bleiben.

Selbstverständlich können Ihre klanglichen Vorstellungen und individuellen Wünsche in die Konzeption und den Bau des jeweiligen Instrumentes einfließen.